Lerne, denn wer rastet, der rostet

Unter Lernen versteht man den absichtlichen und den beiläufigen,
individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen
Kenntnissen und Fertigkeiten.
Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ
stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von
Erfahrung oder neu gewonnen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter
Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen) aufgefasst.
Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung
dafür, sich den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können,
darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern.
So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für
Bildung, also ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur
Welt. Die Resultate des Lernprozesses sind nicht immer von den Lernenden in
Worte fassbar oder unzweideutig messbar.
Eckpfeiler des Lernbegriffs
Zum "Grundinstrumentarium" des Lernens gehören neben dem
Lernprozess auch die Fähigkeit zur Erinnerung (Gedächtnis) und des Abrufens
(der Anwendung von Erlerntem). Jedoch ist Lernen mehr als das reine Abspeichern
von Informationen. Lernen beinhaltet die Wahrnehmung und Bewertung der Umwelt,
die Verknüpfung mit Bekanntem (Erfahrung) und das Erkennen von Regelmässigkeiten
(Mustererkennung).
Unterschiedliche Formen des Lernens sind bekannt und werden von
verschiedenen Lerntheorien beschrieben. Die genaue Funktionsweise des Lernens
ist allerdings wissenschaftlich noch nicht geklärt und durchaus umstritten,
weshalb sich verschiedene Lerntheorien in Ansätzen und Herangehensweisen
durchaus widersprechen können.
Also - lerne lernen!