Personenregister

Ökonomen

 

 

 

 

 


A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z

François Quesnay Adam Smith Jeremy Bentham David Ricardo Antoine Augustin Cournot John Stuart Mill Karl Marx Alfred Marshall John Maynard Keynes Alfred Müller-Armack

Anderson

James Anderson (1739-1808). Theorie von der Differentialrente anhand der Getreideproduktion: Die Kosten der Bebauung auf den unfruchtbarsten Böden bestimmt den Marktpreis, wobei die Produzenten, die mit besseren Böden arbeiten können, einen differenzierten Profit erzielen, der als Rente angeeignet wird. 

Aquino

Thomas von Aquino (1225-1274). Christlicher Geistlicher des scholastischen Mittelalters. Folgte weitgehend den Ideen seines Lehrers Albertus Magnus. Arbeit im Dienste der Feudalherrschaft innerhalb einer göttlichen Ordnung. Verdammte den Wucherzins, nicht aber den Zins an und für sich. 

Aristoteles

Aristoteles (384-322 v. Chr.). Philosoph der antikgriechischen Hochklassik. Schüler des Platon. Vorstellungen der Antike: Sklavenarbeit. Unterscheidung in Gebrauchs- und Tauschwert der Waren. Verwerfung des Zinses und des Wuchers. Verfechter des Privateigentums. 

Arkwright

Sir Richard Arkwright (1732-1792). Englischer Industrieller im Textilgeschäft. Gründer der ersten Fabrik (1771). 

Augustinus

Aurelius Augustinus (354-430). Christlicher Geistlicher des patristischen Mittelalters. Vorstellungen der Kirchenväter: Arbeit im Dienst der Feudalherrschaft, christliche Ethik (ora et labora). Verwerfung des Zinses und des Wuchers. Augustinus unterschied zwischen Tausch- und Gebrauchswert der Waren. 

Bakunin

Michail Alexandrowitsch Bakunin (1814-1876). Anarchist. 

Bachelier

Louis Bachelier (1870-1946). Begründer der Finanzmathematik. 

Baran

Paul Alexander Baran (1910-1964). Linksradikaler. 

Barone

Enrico Barone (1859-1924). Vertreter der Grenznutzenschule (Lausanner Schule). 

Bastiat

Frédéric Bastiat (1801-1850). Radikalkapitalist. 

Becher

Johann Joachim Becher (1635-1682). Kameralist. 

Becker

Gary Stanley Becker (geb. 1930). US-amerikanischer Ökonom. Human-Capital-Theorie. Bestreitet die passiv-hilflose Rolle des Konsumenten gegenüber dem Produzenten. 

Bell

Daniel Bell (geb. 1919). US-amerikanischer Soziologe und Ökonom. Vertreter der Theorie von der nachindustriellen Gesellschaft. Beschrieb den Wandel von der Warenproduktion zur Dienstleistungsgesellschaft als nachindustrieller Gesellschaftsform. Information ist dabei die wichtigste Ressource; die Informationen werden zentralisiert und kodifiziert. Er kann als Begründer der New Economy betrachtet werden. Hauptwerk: "The Coming of Postindustrial Society" (Die nachindustrielle Gesellschaft, 1973). 

Bentham

Jeremy Bentham (1748-1832). Englischer Sozialphilosoph und Jurist. Begründer des Utilitarismus (Nützlichkeitsphilosophie). Grösstmöglicher Wohlstand für die grösstmögliche Zahl von Menschen (früher bei Helvétius und Hutcheson). Beeinflusste besonders die Grenznutzenschule. Hauptwerk: "An introduction to the principles of morals and legislation" (Prinzipien der Gesetzgebung, 1789). 

Bernstein

Eduard Bernstein (1850-1932). Deutscher Politiker und Publizist. Sozialdemokrat, Revisionist. Bestreben der Ersetzung des klassischen Marxismus durch eine sozialreformerische Politik. 

Bismarck

Otto von Bismarck (1815-1898). Deutscher Politiker. Reichskanzler 1871-1890. Erliess eine Reihe von sozialen Gesetzen, um eine Verstärkung der sozialistischen Bewegung zu verhindern (Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherung). 

Bodin

Jean Bodin (lat. Bodinus, 1530-1596). Französischer Jurist, Staats- und Geschichtsphilosoph sowie ökonomischer Theoretiker. Monetarist. Geldtheoretische Überlegungen. Führte den Preisanstieg der Waren auf die Verschlechterung der sich im Umlauf befindenden Münzen zurück (aufgrund der Verringerung des Edelmetallgehalts). Begründer der Quantitätstheorie des Geldes, wonach die Preise der Waren von der sich im Umlauf befindenden Menge an Edelmetall (monetarischer Gegenwert) abhängig sind. Hauptwerk: "Les six livres de la République" (Sechs Bücher über die Republik, 1576). Werk zum Monetarismus: "Discours sur le rehaussement et diminution des monhoyes" (Diskurs von den Ursachen der Teuerung, wie auch vom Auf- und Abschlag der Münzen, 1578). 

Böhm

Franz Böhm (1895-1977). Neoliberalist (Freiburger Schule). 

Böhm-Bawerk

Eugen von Böhm-Bawerk (1851-1914). Vertreter der Grenznutzenschule (Österreichische Schule). 

Boisguilbert

Pierre le Pésant Sieur de Boisguilbert (oder: Boisguillebert, 1646-1714). Vorläufer der klassischen Nationalökonomie. Entwickelte seine Ideen im absolutistischen Frankreich unter Louis XIV. Urheber des Satzes vom Laissez-Faire (Grundsatz des Liberalismus). 

Bray

John Francis Bray (1809-1897). Uischer Sozialist. 

Brentano

Lujo (eigentlich: Ludwig Josef) Brentano (1844-1931). Kathedersozialist/Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule. 

Buchanan

James McGill Buchanan (geb. 1919). US-amerikanischer Ökonom. Neoklassiker. Public-Choice-Theorie: ökonomische Kriterien müssen in die Bewertung politischer Phänomene einbezogen werden. Selbstbekenntnis als politischer Philosoph. 

Bücher

Karl Bücher (1847-1930). Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule. Begründer der Zeitungswissenschaft. 

Cantillon

Richard Cantillon (1697-1734). Vorläufer der Physiokraten. Bestimmung des Reichtums mit den zwei Faktoren Boden und Arbeit. 

Cassel

Karl Gustav Cassel (1866-1945). Mathematiker, Geld- und Konjunkturtheoretiker. 

Catchings

Waddill Catchings (1879-1967). Vorläufer des Keynesianismus. 

Child

Josiah Child (1630-1699). Englischer Ökonom. Merkantilist. Kampf gegen den Wucher. Löste sich teilweise von der bis dahin vorherrschenden Idee einer strikten staatlichen Reglementierung der Wirtschaft. 

Clark

John Bates Clark (1847-1938). Eigenständiger Vertreter der Grenznutzenschule. Entwickelte das Gesetz vom Grenznutzen als Verallgemeinerung des Gesetzes vom abnehmenden Bodenertrag. Gesetz der Grenzproduktivität zum optimalen Einsatz der Produktionsfaktoren (Produktionsmittel und Arbeitskraft). 

Coase

Ronald Harry Coase (geb. 1910). Transaktionskosten. 

Colbert

Jean-Baptiste Colbert (1619-1683). Französischer Staatsmann und Wirtschaftspolitiker. Hauptvertreter des Merkantilismus. Finanzminister sowie Minister der königlichen Bauwerke, der schönen Künste und Manufakturen und der Marine unter Louis XIV. Postulat einer aktiven Handelsbilanz. Förderte den freien Handel, war aber gegen die Zollpolitik der Feudalherren nur teilweise erfolgreich. Keine Schriften. 

Commons

John R. Commons (1862-1945). Institutionalist. 

Cournot

Antoine Augustin Cournot (1801-1877). Französischer Ökonom, Mathematiker und Philosoph. Begründer der Monopoltheorie und einer der ersten Vertreter der Ökonometrie. Unterscheidung von Monopol, Duopol/Oligopol und freier Konkurrenz. Bestimmung des Profitmaximums für ein monopolistisches Unternehmen (Cournotscher Punkt). 

Crosby

Philip B. Crosby (geb. 1926). US-amerikanischer Betriebswirtschafter. Verteter des Qualitätsmanagements. Total Quality Management. Null-Fehler-Postulat in der Produktion. Qualität ist die Übereinstimmung mit den Anforderungen. 

Davenant

Charles Davenant (1656-1714). Englischer Wirtschaftspolitiker und Statistiker. Merkantilist. Der Handelskaufmann ist das nützlichste Glied der Gesellschaft, weil er günstige Waren ins Land bringt. 

Deming

William Edwards Deming (1900-1993). US-amerikanischer Betriebswirtschafter. Begründer des Qualitätsmanagements (Statistische Qualitätskontrolle). Wurde 1950 zur Förderung der japanischen Industrie nach Japan eingeladen, wo er mit seinem 14-Punkte-Programm das Prinzip der ständigen Verbesserung von Produktion und Management (Kaizen) begründete. Kaizen wurde weiter entwickelt durch japanische Ökonomen wie Imai und Ishikawa. Hauptwerk: "Out of the Crisis" (1982). 

Diehl

Karl Diehl (1864-1943). Sozialrechtler (Sozialorganische Richtung). 

Dietzel

Heinrich Dietzel (1857-1935). Vorbereiter der Idealtypenlehre (von Eucken). 

Douglas

Paul Howard Douglas (1892-1976). US-amerikanischer Politiker und Ökonom. Neoklassiker. Produktionsfunktion zusammen mit Charles W. Cobb (Cobb-Douglas-Funktion). 

Dow

Charles Henry Dow (1851-1902). US-amerikanischer Wirtschaftsjournalist. Arbeitete beim Wall Street Journal, wo er den Dow Jones Industrial Average entwickelte (Mitnamensgeber: Edward Davis Jones). 

Dühring

Eugen Karl Dühring (1833-1921). Deutscher Philosoph und Ökonom. Sozialist. Stellte sich vehement gegen den Marxismus. Der Realwert des Preises bildet sich aus dem Produktionswert (aus der Arbeit) und dem Positionswert (aus der Konkurrenz). 

Dupont

Pierre Samuel Dupont de Nemours (1739-1817). Physiokrat. 

Edgeworth

Francis Ysidro Edgeworth (1845-1926). Mathematiker. 

Engels

Friedrich Engels (1820-1895). Kommunist. Wichtiger Mitstreiter von Karl Marx. Gab nach dem Tode von Marx die Bände 2 und 3 von "Das Kapital" heraus. 

Erhard

Ludwig Erhard (1897-1977). Deutscher Politiker und Ökonom. Neoliberalist. Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland von 1949-1963. Bestimmte wesentlich den Wiederaufbau in der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg. 

Eucken

Walter Eucken (1891-1950). Deutscher Ökonom. Neoliberalist (Freiburger Schule). Idealtypenlehre: Verkehrswirtschaft als ökonomisch wirksamste Wirtschaftsform, welche die individuelle Freiheit garantiert (demgegenüber steht die Zentralverwaltungswirtschaft). Forderte die Sicherung des freien Marktes durch staatliche Überwachung von Monopolen und Kartellen. 

Feigenbaum

Armand V. Feigenbaum (geb. 1922). Vertreter des Qualitätsmanagements. Konzept der Total Quality Control TQC. 

Ferguson

Adam Ferguson (1723-1816). Sozialphilosoph und Historiker. 

Fisher

Irving Fisher (1867-1947). US-amerikanischer Ökonom und Statistiker. Stellte die mathematische Grundgleichung auf über den Einfluss der Geldmenge auf das Preisniveau. Mit der Veränderung der Geldmenge kann bei Konstanthaltung der übrigen Grössen das Preisniveau erhöht oder gesenkt werden. 

Föhl

Karl Föhl (1901-1973). Vertreter des (Neo-) Keynesianismus. 

Ford

Henry Ford (1863-1947). US-amerikanischer Grossindustrieller im Automobilgeschäft. Führte nach den Überlegungen Taylors zur wissenschaftlichen Betriebsführung die Massenproduktion am Fliessband ein; er beschäftigte dabei v.a. ungelernte Arbeiter (Fordismus). 

Fourastié

Jean Fourastié (1907-1990). Vertreter der Theorie von der nachindustriellen Gesellschaft. 

Fourier

François Marie Charles Fourier (1772-1837). Französischer Ökonom. Uischer Sozialist. Entwarf das Idealbild einer sozialistischen Produktionsgenossenschaft. Anstelle des Raubbaus an Mensch und Natur im Handelskapitalismus tritt eine menschenfreundliche Gesellschafts- und Umweltgestaltung. 

Foster

William Trufant Foster (1879-1950). Vorläufer des Keynesianismus. 

Franklin

Benjamin Franklin (1706-1790). US-amerikanischer Staatsmann, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Ökonom. Förderte das Papiergeld anstelle der Münzen. Das Mass der Werte ist die Arbeit. Führte den Tauschwert auf die Arbeitszeit zurück. 

Friedman

Milton Friedman (geb. 1912). US-amerikanischer Ökonom. Hauptvertreter des Neomonetarismus (Chicagoer Schule) bzw. Neoliberalismus. Ökonomischer Berater des rechten Flügels der Republikaner. Wichtigstes Instrument der Wirtschaftspolitik ist die Geldmenge. Inflation entsteht immer dann, wenn die Geldmenge schneller wächst als die Wertschöpfung in der Realwirtschaft. Wendet sich gegen die Fiskalpolitik von Keynes (da staatliche Eingriffe nach Friedman langfristig nichts nützen). Betrachtet gewerkschaftliche Lohnkämpfe als Hauptursache der Arbeitslosigkeit. 

Friedman

David D. Friedman (geb. 1945). US-amerikanischer Ökonom. Vertreter des Anarcho-Kapitalismus und (-Liberalismus). Sohn von Milton Friedman. Postulate: Freie Marktwirtschaft gänzlich ohne Staat, Abschaffung von Steuern, Freigabe von Drogen, Enthebung der Schulpflicht für Kinder, totale Privatisierung (selbst von Polizei und Militär). 

Frisch

Ragnar Frisch (1895-1973). Norwegischer Ökonom. Vertreter der Ökonometrie. Erster Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaft 1969 mit Tinbergen. 

Furtado

Celso Furtado (geb. 1920). Brasilianischer Soziologe. Vertreter der Zentrum-Peripherie-Theorie. 

Galbraith

John Kenneth Galbraith (geb. 1908). US-amerikanischer Ökonom. Vertreter des Keynesianismus. Kennedy-Berater im Wahlkampf 1960, Botschafter der USA in Indien 1961-1963. Kritiker des reinen Kapitalismus. Spricht sich gegen eine Überflussgesellschaft aus. Theorie der "Countervailing Power" (Marktmacht ruft Gegenmarktmacht hervor). Postulierte während des Kalten Krieges zwischen der USA und der Sowjetunion die Zusammenarbeit zwischen West und Ost. 

Galiani

Ferdinando Galiani (1728-1787). Vorläufer der Grenznutzenschule. 

Gallup

George H. Gallup (1901-1984). Pionier der Meinungs- und Marktforschung. 

George

Henry George (1839-1897). US-amerikanischer Ökonom. Sozialliberalist. Forderung nach Nationalisierung von Grund und Boden. Einsteuersystem mit der Besteuerung von unverdientem Wertzuwachs auf Grundstücken. 

Gesell

Silvio Gesell (1862-1930). Begründer der Freiwirtschaftslehre. Kritik des Zinswesens und des Privateigentums an Boden. Begründung der Begriffe vom 'Freigeld' (d.i. Geld, welches einem Wertverlust ausgesetzt ist, der nur durch eine Umlaufsicherungsgebühr, d.h. eine Bargeldsteuer, verhindert werden kann) und 'Freiland' (d.h. aller Boden gehört der Gemeinde, er kann gemietet oder gepachtet werden). Die Freiwirtschaftslehre distanziert sich sowohl vom Liberalismus wie auch vom Sozialismus. Hauptwerk: "Die natürliche Wirtschaftsordnung" (1916).

Getty

Jean Paul Getty (1892–1976). Grossindustrieller im Ölgeschäft. 

Gide

Charles Gide (1847-1932). Genossenschaftler. 

Giffen

Sir Robert Giffen (1837-1910). Englischer Ökonom und Statistiker. Preistheoretiker. Als Giffen-Gut wird ein Gut bezeichnet, bei welchem atypisch die Nachfrage bei sinkendem Preis nachlässt. 

Godwin

William Godwin (1756-1836). Theologe und (Rational-) Anarchist. Verheiratet in zweiter Ehe mit der Feministin Mary Wollstonecraft. Gleichmässige Verteilung des Privateigentums an alle Menschen, totale Gleichberechtigung der Frauen, Enternung aller Schranken des Denkens, Ablehnung jeglicher gewalttätiger Revolution. 

Gossen

Hermann Heinrich Gossen (1810-1858). Deutscher Ökonom. Vorläufer der Grenznutzenschule. Bezeichnete sich selber als den Kopernikus der ökonomischen Theorie. Indem er das subjektive Element in die ökonomische Überlegung einführte und die Ökonomie so teilweise entpolitisierte, kann er als Begründer der mikroökonomischen Erwägungen betrachtet werden wie sie v.a. durch die Grenznutzenschule ausgestaltet wurden. Einziges Werk: "Entwicklung der Gesetze des menschlichen Verkehrs und der daraus fliessenden Regeln für menschliches Handeln" (1854). 

Gould

Jay Gould (1836-1892). Spekulant. 

Gramsci

Antonio Gramsci (1891-1937). Sozialist. 

Gray

John Gray (um 1789-1850). Englischer Ökonom. Ricardianischer Sozialist/Uischer Sozialist. Das Arbeitsgeld verhindert den natürlichen Austausch von Arbeit gegen Arbeit und führt zu einseitigen Machtverhältnissen. 

Gresham

Thomas Gresham (1519-1579). Monetarist. Das schlechte Geld (Münzgeld mit abgetragenem Edelmetallwert) verdrängt das gute Geld, weil das gute behalten und das schlechte weitergegeben wird (Greshams Gesetz). 

Haberler

Gottfried von Haberler (geb. 1900). Konjunkturtheoretiker. 

Hahn

Ludwig Albert Hahn (1889-1968). Deutscher Ökonom. Neoliberalist. Kreditschöpfungstheorie: Geldschöpfung, die nicht aufgrund von Ersparnissen zustande kommt, hat einen inflatorischen Charakter, führt indessen aber zu einer Steigerung der Nachfrage und damit auch der Produktion. Die Kreditbanken sind in der Vergabe von Krediten (und damit in der Geldschöpfung) vollkommen autonom. 

Hales

John Hales (gest. 1571). Monetarist. 

Hansen

Alvin Harvey Hansen (1887-1975). Vertreter des Keynesianismus. 

Harrod

Roy Forbes Harrod (1900-1978). Vertreter des Keynesianismus, Wachstumstheoretiker. 

Hayek

Friedrich August von Hayek (1899-1992). Österreichisch-britischer Ökonom. Altliberalist. Extremer Antikommunist. Verteidigte vehement das freie Unternehmertum. 

Heckscher

Eli Filip Heckscher (1879-1952). Wirtschaftshistoriker. 

Heilbroner

Robert Louis Heilbroner (geb. 1919). Kapitalismuskritiker. 

Hensel

Karl Paul Hensel (1907-1975). Neoliberalist (Freiburger Schule). 

Herkner

Heinrich Herkner (1863-1932). Kathedersozialist. 

Hicks

John Richard Hicks (1904-1989). Vertreter des (Neo-) Keynesianismus, Wachstums- und Verteilungstheoretiker. 

Hildebrand

Bruno Hildebrand (1812-1878). Vertreter der (älteren) Historischen Schule. 

Hobbes

Thomas Hobbes (1588-1679). Englischer Philosoph. Postulierte die Notwendigkeit eines Gesellschaftsvertrages als einer gemeinsamen Übereinkunft zum sozialen Frieden. 

Hobson

John Atkinson Hobson (1858-1940). Reformist. 

Hodgskin

Thomas Hodgskin (1787-1869). Ricardianischer Sozialist. 

Hotelling

Harold Hotelling (1895-1973). Neoklassiker. 

Hume

David Hume (1711-1776). Schottischer Philosoph und Ökonom. Empirist. Vertrat die Quantitätstheorie des Geldes: die Preise der Waren verhalten sich proportional zur zirkulierenden Geldmenge. Geld hat einen hauptsächlich fiktiven Wert. 

Hutcheson

Francis Hutcheson (1694-1796). Empirist. 

Inama-Sternegg

Karl Theodor von Inama-Sternegg (1843-1908). Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule. 

Jakob

Ludwig Heinrich von Jakob (1759-1827). Vertreter der Klassischen Nationalökonomie. 

Jevons

William Stanley Jevons (1835-1882). Englischer Ökonom. Vertreter der Grenznutzenschule (Cambridge Schule). Stützte sich auf den Utilitarismus Benthams. 1860 benutzte er erstmals den Begriff vom abnehmenden Grenznutzen. Die ökonomische Theorie ist ein Kalkül von Freud und Leid. 

Jonas

Hans Jonas (1903-1993). Deutscher Philosoph. Postulierte das "Prinzip Verantwortung". Stellte den technischen Fortschritt in Frage, wo er droht unmenschlich zu werden. Äusserte sozialistische Gedanken (Bedürfnis- contra Profitwirtschaft), stellte sich aber gegen einen uischen Marxismus. 

Juglar

Clément Juglar (1819-1905). Konjunkturtheoretiker. 

Juran

Joseph M. Juran (geb. 1904). Vertreter des Qualitätsmanagements. 

Justi

Johann Heinrich Gottlob von Justi (1717-1771). Kameralist. 

Kahn

Herman Kahn (1922-1983). Vertreter der Theorie von der nachindustriellen Gesellschaft.

Kaldor

Nicholas [Lord] Kaldor (geb. 1908). Vertreter des (Neo-) Keynesianismus, Wachstums- und Verteilungstheoretiker. 

Kalecki

Michal Kalecki (1899-1970). Sozialist/Kommunist. 

Kantorowitsch

Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch (1912-1986). Sowjetrussischer Ökonom und Mathematiker. 

Kautsky

Karl Kautsky (1854-1938). Sozialist. 

Kemmerer

Edwin W. Kemmerer (1875-1945). Geldtheoretiker. 

Keynes

John Maynard Keynes (1883-1946). Englischer Ökonom. Begründer des Keynesianismus. Verfechter der staatspolitischen Regulierung (Fiskalismus). System der volkswirtschaftlichen Kreislaufgrössen (Konsum, Investition, Sparen), in welchem er darlegte, dass (im modernen Bankenwesen) das ganze Sparkapital gleichzeitig als Investionskapital dient, ansonsten müsse der Staat regulierend eingreifen. Statische Theorie bei Unterbeschäftigung und Liquditätstheorie des Zinses. War massgeblich beteiligt am Bretton-Woods-Abkommen sowie an der Gründung des IWF. Hauptwerk: "The General Theory of Employment, Interest and Money" (Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, 1936). 

Kindleberger

Charles Poor Kindleberger (geb. 1910). Vertreter des Keynesianismus, Weltwirtschaftstheoretiker. Betrachtet die Vereinigten Staaten von Amerika als Träger des weltweiten ökonomischen und wissenschaftlich-technischen Fortschritts. 

Knapp

Georg Friedrich Knapp (1842-1926). Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule, Geldtheoretiker. 

Knies

Karl Knies (1821-1898). Vertreter der (älteren) Historischen Schule. 

Kondratiev

Nikolai Dmitrievich Kondratiev (1892-1938). Russischer Ökonom. Konjunkturtheoretiker. Theorie der langen Wellen (Zyklen). 

Knight

Frank H. Knight (1885-1972). Neomonetarist (Chicagoer Schule). 

Kopernikus

Nikolaus Kopernikus (1473-1543). Astronom/Monetarist. 

Kostolanyi

André Kostolanyi (1906-1999). Börsenspezialist. 

Kraus

Christian Jakob Kraus (1753-1807). Vertreter der Klassischen Nationalökonomie. 

Kuznets

Simon Smith Kuznets (1901-1985). US-amerikanischer Ökonom. Wachstumstheoretiker. 

Laffer

Arthur Betz Laffer (geb. 1940). US-amerikanischer Ökonom. Steuertheoretiker. Bei einem zu hohen Steuersatz sinken die Steuereinnahmen, weil die Bereitschaft der Bürger zu arbeiten und zu investieren sinkt (Laffer-Kurve). 

Lassalle

Ferdinand Lassalle (eigentlich: Lassal, 1825-1864). Sozialist. Prägte den Begriff vom Nachtwächterstaat, welchen er als spöttischen Begriff für das liberalistische Staatsverständnis verwendete. 

Law

John Law (1671-1729). Schottischer Bankier und Finanzpolitiker. Theoretische Überlegungen zum Papier- bzw. Kreditgeld. Sprach sich für die Spekulation mit Aktien aus. 

Lenin

Wladimir Iljitsch Lenin (eigentlich: Uljanow, 1870-1924). Russischer Revolutionsführer, Staatsmann und Wirtschaftstheoretiker. Kommunist. Gründer und Führer der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Weiterentwicklung der marxistischen Theorie. Hauptwerk: "Der Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus" (1916). 

Leontief

Wassily Leontief (1906-1999). US-amerikanischer Ökonom. Vertreter der Ökonometrie. Input-Output-Analyse mit umfangreichen Tabellen zur Darstellung des Wirtschaftskreislaufs. 

Lexis

Wilhelm Lexis (1837 - 1914). Demograph. 

List

Friedrich List (1789-1846). Deutscher Ökonom und Wirtschaftspolitiker. Vorläufer der Historischen Schule. Betonte die produktive Kraft der Arbeit und der Arbeitsinvestitionen (Theorie der produktiven Kräfte). Stufenlehre der Wirtschaftsentwicklung: 1. wilder Zustand; 2. Hirtenstand; 3. Agrikulturstand; 4. Agrikultur-Manufakturstand; 5. Agrikultur-Manufaktur-Handelsstand. 

Locke

John Locke (1632-1704). Englischer Gesellschaftstheoretiker und Philosoph. Empirist. Mit seiner Darlegung der Rechtsvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft übte er einen grossen Einfluss auf die ökonomische Theorie aus. Seine wichtigste ökonomische Schrift verfasste er über die Senkung des Zinssatzes. 

Lorenz

Max O. Lorenz (?). Soziologe/Statistiker. Einkommensverteilungstheoretiker. 

Luther

Martin Luther (1483-1546). Deutscher Reformator des christlichen Glaubens. Erhebung der Arbeitsmoral: Beruf als Berufung. Gleichheit aller Arbeit vor Gott. Verwerfung des Zinses und des Wuchers. 

Luxemburg

Rosa Luxemburg (1871-1919). Sozialistin. 

Lysinski

Edmund Lysinski (geb. 1923). Pionier der Werbepsychologie. 

Magnus

Albertus Magnus (eigentlich: Albert Graf von Bollstädt, 1193-1280). Christlicher Geistlicher des scholastischen Mittelalters. Lehrer des Thomas von Aquino. Gerechter Preis als Gleichgewicht zwischen den verrichteten Arbeiten und den sachlichen Ausgaben (labores et expansae). 

Mandeville

Bernard de Mandeville (1670-1733). Arzt, Publizist und gesellschaftskritischer Schriftsteller. Das Fundament des Reichtums der Reichen ist die Arbeit der Armen. Die Reichen (Arbeitgeber) müssen den Arbeitern einen ausreichenden, jedoch auch nicht zu hohen Lohn entrichten. 

Mantoux

Paul Mantoux (1877-1956). Wirtschaftshistoriker. 

Malthus

Thomas Robert Malthus (1766-1834). Englischer Sozialphilosoph, Ökonom und Geistlicher. Vertreter der klassischen Nationalökonomie. Bevölkerungsgesetz und Gesetz vom abnehmenden Bodenertrag. Überbevölkerung ist verantwortlich für das Elend der Arbeiterklasse. Hauptwerk: "An Essay on the Principle of Population" (1798). 

Marshall

Alfred Marshall (1842-1924). Englischer Ökonom. Vertreter der Grenznutzenschule (Cambridge Schule). Fasste die klassische Nationalökonomie und die Grenznutzenschule zusammen zum neoklassischen System. Nachfragegesetz, wonach sich die verkaufte Menge eines Gutes und der Verkaufspreis umgekehrt proportional verhalten. Mathematische Bestimmung des Gleichgewichtspreises im freien Markt als Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve (Marshallsches Kreuz; vorbereitet von früheren Vertretern der Grenznutzenschule). Wandte sich gegen die marxistische Verwissenschaftlichung des Kapitalbegriffs: Kapital ist nur das, was als Produktionsmittel dient. Hauptwerk: "Principles of Economics" (Handbuch der Volkswirtschaftslehre, 1890). 

Marx

Karl Marx (1818-1883). Deutscher Philosoph und Ökonom. Begründer des marxistischen Kommunismus. Studium der Rechtswissenschaften, dann der Geschichtswissenschaft und Philosophie. Warf den Philosophen fehlendes Handeln vor und postulierte den politischen Aktionismus. Forderte eine Arbeiterrevolution gegen das (Gross-) Kapital, welche zur klassenlosen Gesellschaft führen soll. (Die Verwirklichung der marxistischen Theorie scheiterte in den meisten Fällen, und wo sie nicht scheiterte, führte sie zumindest zu einer strikten Abschottung eines Staates gegenüber der übrigen Welt. Die sozialistische Idee ist aber mit der Sozialdemokratie in das moderne Staatswesen eingeflossen.) 1848 verfasste Marx zusammen mit Engels das Kommunistische Manifest. Hauptwerk: "Das Kapital" (1867-1894, in drei Bänden; die Bände 2 und 3 erschienen posthum, herausgegeben von Friedrich Engels). 

Maslow

Abraham Harold Maslow (1908-1970). US-amerikanischer Psychologe. Bestimmung der Bedürfnishierarchie in fünf Stufen: 1. Physiologische Bedürfnisse; 2. Sicherheitsbedürfnisse; 3. Bedürfnisse nach Liebe, Zuwendung, Zugehörigkeit; 4. Bedürfnisse nach Achtung; 5. Bedürfnisse der Selbstverwirklichung. 

Massie

Joseph Massie (gest. 1784). Zinstheoretiker. 

Mauvillon

Jakob Mauvillon (1743-1794). Physiokrat. 

Mayo

Elton Mayo (1880-1949). US-amerikanischer Soziologe und Wirtschaftspsychologe. Führte ein Experiment durch über die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und kam zum Schluss, dass die Zufriedenheit leistungsfördernd ist (Hawthorne-Studien). 

Meade

James Edward Meade (1907-1995). Englischer Ökonom. Vertreter des Keynesianismus. 

Meadows

Dennis L. Meadows (geb. 1942). US-amerikanischer Zukunftsforscher. Warnt eindringlich vor einer schleichenden Umweltzerstörung, deren Ursache er in einem unkontrollierten Wirtschaftswachstum sieht. Daraus kann die Forderung nach einem Null-Wachstum abgeleitet werden. Hauptwerk: "The Limits of Growth" (Die Grenzen des Wachstums: Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, 1972; Koautoren: Donella Meadows, Erich Zahn und Peter Milling). 

Menger

Carl Menger (1840-1921). Vertreter der Grenznutzenschule (Österreichische Schule). Auffassung vom subjektiven Tausch: das menschliche Subjekt will Nutzenzuwachs, d.h. mehr nehmen als geben. Der Preis bildet sich nach dem Gesetz der Grenzpaare, d.h. nach der Wertschätzung des Produkts durch die Kauf- und Verkaufswilligen. 

Mill

John Stuart Mill (1806-1873). Englischer Philosoph und Ökonom. Utilitarist. Wurde von seinem Vater James Mill (1773-1836), ebenfalls einem bedeutenden Ökonomen und Philosoph, in die Gesellschaftswissenschaften eingeführt. Entwickelte die utilitaristische Theorie Benthams weiter: nicht nur die Quantität des Glücks ist entscheidend, sondern v.a. die Qualität. 

Mirabeau

Victor Riqueti, Marquis de Mirabeau (1715-1789). Physiokrat. 

Mirrless

James Alexander Mirrless (geb. 1936). Britischer Ökonom. Marktinformation. 

Mises

Ludwig von Mises (1881-1973). US-amerikanischer Ökonom und Soziologe. Altliberalist. These von der logischen und praktischen Undurchführbarkeit des Sozialismus. 

Mitchell

Wesley Clair Mitchell (1874-1948). Institutionalist. 

Modigliani

Franco Modigliani (geb. 1918). US-amerikanischer Ökonom. Finanztheoretiker. 

Montchrétien

Antoine de Montchrétien (1576-1621). Merkantilist. 

Morgenstern

Oskar Morgenstern (1902-1976). Spieltheoretiker. 

Morishima

Michio Morishima (geb. 1923). Reproduktionstheoretiker. 

Müller-Armack

Alfred Müller-Armack (1901-1978). Deutscher Ökonom, Soziologe und Philosoph. Neoliberalist. Prägte den Begriff der sozialen Marktwirtschaft als Gegenbegriff zur sozialistischen Planwirtschaft: freie Initiative verbunden mit sozialem Fortschritt. Engagierte sich für die politische und wirtschaftliche Integration Europas. Hauptwerk: "Genealogie der Sozialen Marktwirtschaft" (1974). 

Mun

Thomas Mun (1571-1641). Englischer Ökonom. Merkantilist. Entscheidend ist die Gesamtbilanz des Aussenhandels; sprach sich für Exporte aus, die produktiv eingesetzt werden, z.B. zur Erschliessung von Rohstoffen in Kolonien. 

Münsterberg

Hugo Münsterberg (1863-1916). Deutscher Wirtschaftspsychologe. Schüler von Wilhelm Wundt. Begründer der Psychotechnik als «Wissenschaft von der praktischen Anwendung der Psychologie im Dienste der Kulturaufgaben» (Begriff von William Stern). 

Murphy

Edward A. Murphy jr. (?). Pessimist. Alle Fehler, die möglich sind, werden irgendwann einmal gemacht. Wenn etwas schiefgehen kann, wird es auch schiefgehen (Murpyhs Gesetz). 

Myrdal

Karl Gunnar Myrdal (1898-1987). Schwedischer Ökonom. Vertreter der Stockholmer Schule, welche dem Keynesianismus ähnliche Ideen entwickelte. Einer der Begründer von der Idee des modernen Wohlfahrtsstaates. 

Nasse

Erwin Nasse (1829-1890). Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule. 

Nell-Breuning

Oswald von Nell-Breuning (1890-1991). Vertreter der katholischen Soziallehre. 

Neumann

John (eigentlich: Johann) Louis von Neumann (1903-1957). Ungarischer Mathematiker. Spieltheorie und ökonmisches Verhalten. Computerpionier. 

North

Sir Dudley North (1641-1691). Englischer Kaufmann und Ökonom. Früher Vertreter der Klassischen Nationalökonomie. Unterschied zwischen fliessendem und ruhendem Geld und vertrat die Auffassung, Geld müsse in ständiger Bewegung sein. 

Ockham

Wilhelm von Ockham (um 1295-1349). Christlicher Philosoph des scholastischen Mittelalters. Behauptete, es sollen nie mehr Argumente zur Erklärung herangezogen als unbedingt notwendig sind (Ockham's Razor). Damit beschrieb er eigentlich das ökonomische Prinzip, nach welchem mit minimalem Input ein maximaler Output erzielt werden soll (d.h. ein maximaler Output bei gegebenem Input bzw. ein gegebener Output mit einem minimalen Input). 

Ohlin

Bertil Gotthard Ohlin (1899-1979). Schwedischer Ökonom. Vertreter des Keynesianismus, Aussenhandelstheoretiker. 

Okun

Arthur M. Okun (1928-1980). US-amerikanischer Wachstumstheoretiker. Behauptete einen direkten Zusammenhang zwischen BIP und Arbeitslosenquote (Okuns Gesetz: Verminderung des BIP um 3% führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 1%). 

Onassis

Aristoteles Sokrates Homer Onassis (1906-1974). Grossindustrieller im Reedereigeschäft. 

Oresmius

Nikolaus Oresmius (auch: Nicole d'Oresme, um 1320-1382). Französischer Mathematiker, Physiker und Ökonom. Vorläufer der Monetaristen. Forderte die zweckentsprechende Behandlung des Geldes: der Fürst ist verantwortlich für das Münzwesen, v.a. für die gute Qualität der Münzen. 

Osse

Melchior von Osse (1506-1557). Vorläufer des Kameralismus. 

Owen

Robert Owen (1771-1858). Britischer Unternehmer aus Wales. Uischer Sozialist. Führte ab 1799 in seiner Baumwollspinnerei in New Lanark (Schottland) ein Experiment durch, indem er menschenwürdigere Arbeitsbedingungen herstellte. Hauptwerk: "The Book of the New World" (Buch von der neuen Welt, 1820). 

Pacioli

Luca Pacioli (um 1445-1518). Italienischer Mathematiker, Franziskaner. Einführung der doppelten Buchhaltung. Hauptwerk: "Summa de Arithmetica, Geometria, Proportioni et Proportionalità" (Summe der Arithmetik, Geometrie, Proportionen und Proportionalität, 1494).

Pareto

Vilfredo Pareto (1848-1923). Italienischer Ökonom und Soziologe. Vertreter der Grenznutzenschule (Lausanner Schule). Wesentliche Verdienste zur mathematischen Bestimmung des Gleichgewichtspreises im freien Markt. Negierte jede Werttheorie zugunsten eines reinen Funktionsverhältnisses. Elitetheorie: Entwicklung der Geschichte als Machtkampf rivalisierender Eliten. 

Paulsen

Andreas Paulsen (1889-1977). Vertreter des (Neo-) Keynesianismus. 

Perroux

François Perroux (geb. 1903). Französischer Soziologe und Ökonom. Theorie vom regulierten Kapitalismus. Vereinigung der positiven Elemente von Markt- und Planwirtschaft. 

Petty

Sir William Petty (1623-1687). Englischer Ökonom, Statistiker, Naturforscher und Arzt. Früher Vertreter der klassischen Nationalökonomie; kann als deren entscheidender Vorläufer betrachtet werden. Gilt als Erfinder der Statistik. Bestimmung der (Differential-) Rente. 

Pigou

Artur Cecil Pigou (1877-1959). Englischer Ökonom. Neoklassiker. Einer der Begründer der modernen Wohlfahrtsökonomie. Externe Effekte (systemfremde und/oder -schädigende Effekte). Der Grenznutzen des Geldes nimmt mit zunehmender Geldmenge ab. Betrachtete die Arbeitslosigkeit als Folge eines zu hohen Lohnniveaus. 

Platon

Platon (um 428-348 v. Chr.). Philosoph der antikgriechischen Hochklassik. Lehrer des Aristoteles. Idee eines Staates mit Philosophenkönigen; diese Mächtigen sollten keinen eigenen Grundbesitz haben, sondern rein dem Gemeinwohl verpflichtet sein. Die Privatunternehmen siedelte er auf der untersten Stufe seines Idealstaates an. Platons Ideologie gilt als eine frühe Form des Kommunismus. 

Plechanow

Georgi Walentinowitsch Plechanow (Pseudonym: Beltow, 1856-1918). Sozialist. 

Prebisch

Raúl Prebisch (1901-1986). Argentinischer Ökonom. Vertreter der Zentrum-Peripherie-Theorie. Stellte die periphere Weltwirtschaft dar mit der Abhängigkeit der Entwicklungsländer an der Peripherie gegenüber den Industrieländern im Zentrum. 

Preiser

Erich Preiser (1900-1967). Deutscher Ökonom. Konjunkturtheoretiker. Verfechter der Wohlstandsgesellschaft. 

Proudhon

Pierre Joseph Proudhon (1809-1865). Anarchist. 

Quesnay

François Quesnay (1694-1774). Französischer Ökonom. Hauptvertreter des Physiokratismus. Verwirklichung der natürlichen Ordnung mit der Landwirtschaft als Basis. Begründung des ökonomischen Mehrwerts, wenn auch einseitig nur auf die Landwirtschaft bezogen. Darstellung des gesamtwirtschaftlichen Kreislaufs im "Tableau économique", worin er die Zirkulation des gesellschaftlichen Gesamtprodukts zwischen den Klassen beschrieb. Hauptwerk: "Tableau économique" (1758). Wichtiges Werk für den Physiokratismus: "Maximes générales du gouvernement économique d'un royaume agricole" (Allgemeine Grundsätze der wirtschaftlichen Regierung eines ackerbautreibenden Reiches, 1766). 

Raiffeisen

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888). Genossenschaftler. 

Rappaport

Alfred Rappaport (geb. 1932). Begründer des Begriffs vom Shareholder-Value. 

Rau

Karl Heinrich Rau (1792-1870). Werttheoretiker. 

Rawls

John Rawls (geb. 1921). Politischer Liberalist/Gesellschaftsphilosoph. Begründer der Gerechtigkeit als Fairness. 

Ricardo

David Ricardo (1772-1823). Englischer Bankier und Ökonom. Lieferte ein abschliessendes System der klassischen Nationalökonomie. Steigerung der Arbeitsproduktivität durch den Einsatz von Maschinen. Arbeitswert bestimmt den Preis und damit den Tauschwert einer Ware objektiv. Gesetz der komparativen Kosten. Hauptwerk: "On the Principles of Political Economy and Taxation" (Über die Grundsätze der politischen Ökonomie und der Besteuerung, 1817). 

Rist

Charles Rist (1874-1955). Wirtschaftshistoriker. 

Robertson

Sir Dennis Robertson (1890-1963). Neoklassiker. 

Robinson

Joan Violet Robinson (1903-1983). Vertreterin des (Links-) Keynesianismus. 

Rockefeller

John Davison Rockefeller (1839-1937). US-amerikanischer Grossindustrieller im Ölgeschäft. Galt zu seiner Zeit als der reichste Mann der Welt. 

Rodbertus

Johann Karl Rodbertus (-Jagetzow, 1805-1875). Sozialist. 

Roosevelt

Franklin Delano Roosevelt (1882-1945). US-amerikanischer Politiker und Jurist. 32. Präsident der USA (Demokrat). Bekämpfte mit den Staatsinterventionen im Rahmen seines Programms des New Deal erfolgreich die Wirtschaftsdepression nach dem Börsencrash von 1929. 

Röpke

Wilhelm Röpke (1899-1966). Neoliberalist. 

Roscher

Wilhelm Roscher (1817-1894). Vertreter der (älteren) Historischen Schule. Negierte objektive ökonomische Gesetze, weil es die Ökonomie mit freien Vernunftwesen zu tun habe. Grundlagenwerk: "Grundriss zu Vorlesungen über die Staatswirtschaft nach geschichtlicher Methode" (1843). 

Rothbard

Murray Newton Rothbard (11926-1995). Begründer des Anarcho-Kapitalismus. Studierte bei von Mises. Der Anarcho-Kapitalismus gründet sich auf die Österreichische Schule, welche sich der Formalisierung der Volkswirtschaftslehre entziehen will durch Ablehnung von Gleichgewichtsmodellen und staatlichen Eingriffen (in die freie Marktwirtschaft). Weitere Vertreter (und Vorbereiter, nebst Rothbard und von Mises): von Hayek, Kirzner, Block, Raico, Hoppe, Friedman. 

Rothschild

Mayer Amschel Rothschild (1743–1812). Deutscher Bankier. Begründer der Rothschild-Dynastie. 

Rueff

Jacques Léon Rueff (1896-1978). Neoliberalist. 

Rüstow

Alexander Rüstow (1885-1963). Neoliberalist. 

Saint-Simon

Claude Henri de Rouvroy Saint-Simon (1760-1825). Französischer Philosoph und Soziologe. Uischer Sozialist. Forderte eine sozialistische Gesellschaftsordnung und die Ersetzung des Liberalismus durch einen Industrialismus. 

Samuelson

Paul Anthony Samuelson (geb. 1915). US-amerikanischer Ökonom. Vertreter des (Neo-) Keynesianismus. Schuf mit seiner Einführung in die keynesianische Volkswirtschaftslehre ein Standardwerk der Wirtschaftwissenschaften. Hauptwerk: "Economics" (Volkswirtschaftslehre, 1948). 

Sartorius

Georg Sartorius von Waitershausen (1765-1828). Vertreter der Klassischen Nationalökonomie/Nachklassiker. 

Say

Jean Baptiste Say (1767-1832). Französischer Ökonom. Nachklassiker/Vorläufer der Grenznutzenschule. Verbreitete die klassischen Ideen Smiths in Frankreich und damit auf dem europäischen Festland, leitete aber auch schon die späteren Nutzenüberlegungen ein. Der Wert eines Gutes wird durch seinen Nutzen bestimmt. Gesetz der Märkte: in einem Binnenmarkt ist keine Überproduktion möglich (Saysches Gesetz). 

Schäfer

Bodo Schäfer (geb. 1960). Finanzexperte. Apologet der finanziellen Freiheit (durch Börsengeschäfte). 

Schäffle

Albert Schäffle (1831-1903). Kathedersozialist. 

Schiller

Karl August Fritz Schiller (1911-1994). Deutscher Politiker und Ökonom. Wirtschaftsminister der deutschen Bundesregierung 1966-1972. Erarbeitete das "Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft" (StWG, 1967), welches ergänzt mit einem bereits 1963 erhobenen Gesetz die fünf Hauptziele der sozialen Volkswirtschaft nennt: Preisstabilität, Vollbeschäftigung, aussenwirtschaftliches Gleichgewicht, stetiges angemessenes Wachstum sowie gerechte Einkommensverteilung ("Magisches Fünfeck"). 

Schlettwein

Johann August Schlettwein (1731-1802). Physiokrat. Hauptvertreter des deutschen Physiokratismus. 

Schmölders

Günter Schmölders (geb. 1903). Deutscher Ökonom. Neoliberalist. Bewertete die Arbeitslosenunterstützung als bedenklich. Er will für die Erkenntnis ökonomischer Prozesse die gesamten anthropologischen Forschungen nutzen. 

Schmoller

Gustav von Schmoller (1838-1917). Kathedersozialist/Vertreter der (jüngeren) Historischen Schule. Vertrat eine starke Eklektizierung und Ethisierung der ökonomischen Forschung. Der Nationalstaat neigt dazu, sich den Interessen der Unternehmer zu unterwerfen. 

Schröder

Wilhelm von Schröder (1640-1688). Kameralist. 

Schulze-Delitzsch

Franz Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883). Genossenschaftler. 

Schumpeter

Joseph Alois Schumpeter (1883-1950). Österreichischer Wirtschaftswissenschaftler. Wirtschaftsentwicklung durch innovative Unternehmer. Sprach sich für den Kapitalismus aus, gab aber zu bedenken, dass dessen eigener Erfolg gleichzeitig seine grösste Schwäche sei. 

Scott

Howard Scott (1890-1970). US-amerikanischer Ingenieur. Begründer der Technokratie. 

Scott

Walter Dill Scott (geb. 1908). Pionier der Werbepsychologie. 

Seckendorf

Veit Ludwig von Seckendorf (1626-1692). Kameralist. 

Senior

Nassau William Senior (1790-1864). Nachklassiker. 

Sherman

John Sherman (1823-1900). US-amerikanischer Politiker (Republikaner). Schlug das erste Antitrustgesetz der USA vor (Sherman Act). 

Sik

Ota Sik (geb. 1919). Tschechoslowakischer Ökonom und Staatsmann. Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident der Tschechoslowakei während des Prager Frühlings. Postulierte den dritten Weg zwischen dem Kapitalismus und dem Kommunismus; dieser blieb allerdings planwirtschaftlich orientiert. 

Simons

Henry C. Simons (1889-1946). Neomonetarist (Chicagoer Schule). 

Sismondi

Jean Charles Léonard Simonde de Sismondi (1773-1842). Vertreter der ökonomischen Romantik. Postulierte die Rückkehr vom Indistriekapitalismus zur Landwirtschaft und der unabhängigen Arbeit des Handwerkers. 

Skinner

Burrhus Frederic Skinner (geb. 1904). US-amerikanischer Verhaltenspsychologe. Begründer des Behaviorismus. Black-Box-Modell in der Psychologie. 

Slutski

Eugen Slutski (1880-1948). Haushalttheoretiker. 

Smith

Adam Smith (1723-1790). Hauptvertreter der Klassischen Nationalökonomie. Forderte den freien Markt (Laissez-Faire) und einen Nachtwächterstaat, der nur zuständig ist zur Förderung guter Bedingungen für den freien Markt. Weitergehende Staatsinterventionen betrachtete er als Bedrohung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Wirtschaft reguliert sich von selber (Liberalismus). Preisbildung durch das Prinzip der Knappheit. Der Eigennutz des Einzelnen fördert das Gesamtwohl. Die freie Wirtschaft ist von einer unsichtbaren Hand gelenkt. (Diese Haltung des reinen Liberalismus wurde später von Gegnern als Manchester-Liberalismus verschrien, in Bezug auf die damals schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen in der Industriestadt Manchester.) 

Sombart

Werner Sombart (1863-1941). Deutscher Ökonom, Historiker und Soziologe. Propagierte Sozialreformen mit dem Ziel, den Kapitalismus vor dem Untergang zu retten. Schuf eine Synthese zwischen der Grenznutzenschule und der Historischen Schule. 

Spencer

Herbert Spencer (1820-1903). Sozialdarwinist. 

Sraffa

Piero Sraffa (1898-1983). Neoricardianist. 

Stackelberg

Heinrich Freiherr von Stackelberg (1905-1946). Deutscher Ökonom. Widersprach dem Idealbild von der vollkommenen Konkurrenz. Entwickelte die Marktformenlehre. Vertrat die Auffassung, dass sich Kapitalismus und Sozialismus im geschichtlichen Prozess immer in einem bestimmten Verhältnis befinden. 

Stammler

Rudolf Stammler (1856-1938). Sozialrechtler (Sozialorganische Richtung). 

Steuart

James Steuart (1712-1780). Schottischer Ökonom. Fasste die Systeme des Monetarismus und des Merkantilismus zusammen. Widersprach der Quantitätstheorie des Geldes (von Hume) und vertrat die Meinung, dass die Preissumme der Waren die zur Zirkulation notwendige Geldmenge bestimme. 

Stigler

George Joseph Stigler (1911-1991). US-amerikanischer Ökonom. Neomonetarist (Chicagoer Schule). Beschäftigte sich mit der Informationsökonomie. Kritisierte die privaten Unternehmen, welche in den USA die öffentliche Versorgung tragen. 

Stiglitz

Joseph E. Stiglitz (geb. 1943). US-amerikanischer Ökonom. Märkte mit asymmetrischen Informationen. 

Stolzmann

Rudolf Stolzmann (1852-1930). Sozialrechtler (Sozialorganische Richtung). 

Struve

Pjotr Bernhardowitsch Struve (1870-1944). Hauptvertreter der legalen Marxisten. 

Sweezy

Paul M. Sweezy (geb. 1910). Reformist. 

Taylor

Frederick Winslow Taylor (1856-1915). US-amerikanischer Ingenieur und Arbeitspsychologe. Gilt als Begründer der wissenschaftlichen Betriebsführung. Postulierte die Akkordarbeit mit genauer Zeit- und Leistungsmessung (Taylorismus). Aufgrund seiner Überlegungen führte Ford die Fliessbandarbeit ein. (Dieser alleine auf die kurzfristige Leistung abstellende und den Arbeiter ausbeutende Ansatz wird von der humanistischen Psychologie scharf kritisiert.) 

Thalheim

Karl Christian Thalheim (geb. 1900). Neoliberalist (Freiburger Schule). 

Thompson

William Thompson (um 1785-1833). Uischer Sozialist/Ricardianischer Sozialist. 

Thünen

Johann Heinrich von Thünen (1783-1850). Deutscher Landwirt und Ökonom. Begründer der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaftslehre. Standort- und Intensitätstheorie: kreisförmige Gruppierung der einzelnen Produktionszweige um ihre Abnehmer (Thünensche Kreise). 

Thurstone

Louis Leon Thurstone (1887-1955). Pionier der Marktforschung. 

Tinbergen

Jan Tinbergen (1903-1994). Niederländischer Ökonom. Vertreter der Ökonometrie. Sprach sich für die ökonomische Konvergenz von Kapitalismus und Sozialismus aus. Trat ein für die ökonomische Hilfe an Entwicklungsländer. Erster Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaft 1969 mit Frisch. 

Tobin

James Tobin (geb. 1918). US-amerikanischer Ökonom. Vertreter des (Neo-) Keynesianismus. Stellt sich gegen die Neomonetaristen mit dem Argument, dass Geld nicht der einzige Vermögenswert sei. 

Tschernyschewski

Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889). Sozialist. 

Turgot

Anne Robert Jacques Turgot (1727-1781). Französischer Ökonom und Staatsmann. Physiokrat. Finanzminister unter Louis XVI. Wies nach, dass die Lohnarbeiter sich den Kapitalisten zu ungünstigen Bedingungen anbieten müssen. Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs (Ertragsgesetz). 

Uzawa

Hirofumi Uzawa (geb. 1928). Wachstumstheoretiker. 

Vauban

Sébastien le Prestre de Vauban (1633-1707). Statistiker. 

Veblen

Thorstein Bunde Veblen (1857-1929). US-amerikanischer Soziologe und Ökonom. Institutionalist. Vertrat die Auffassung, die Gesellschaft sei eine Industriemaschine, in welcher die Klasse der vornehmen Müssigen ein Hemmnis ist. 

Vleugels

Wilhelm Vleugels (1893-1942). Deutscher Soziologe, Staatswissenschaftler und Ökonom. Verteidigte die theoretische Verallgemeinerung zugunsten des Verständnisses konkreter Phänomene. Postulierte eine Synthese zwischen der theoretischen Richtung und der Historischen Schule. 

Wagemann

Ernst Wagemann (1884-1956). Konjunkturtheoretiker/Statistiker. 

Wagner

Adolph Wagner (1835-1917). Deutscher Ökonom. Kathedersozialist. Forderte den allgemeinen staatlichen Interventionismus und die auf einen öffentlichen Eigentumssektor zielende Verstaatlichungspolitik. 

Walras

Marie Esprit Léon Walras (1834-1910). Französisch-schweizerischer Ökonom. Vertreter der Grenznutzenschule (Lausanner Schule). Postulierung eines exakten, an den Naturwissenschaften orientierten deduktiven ökonomischen Systems. Der Grenznutzen entspricht der Seltenheit und Intensität des letzten befriedigten Bedürfnisses. Alle wirtschaftlichen Aktionen haben ihren Ursprung im individuellen Handeln des Homo Oeconomicus. 

Weber

Adolf Weber (1876-1963). Deutscher Ökonom. Neoliberalist. Behauptete, dass nicht der Kampf der Arbeiter zu höheren Löhnen führe, sondern alleine die Steigerung der Produktivität. 

Weber

Max Weber (1864-1920). Deutscher Wirtschaftssoziologe. Behauptete einen Zusammenhang zwischen der protestantischen Ethik und dem Geist des Kapitalismus. Standortlehre für die Industrie. Theorie der Werturteilsfreiheit. Hauptwerk: "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" (1905). 

Wicksell

Johan Gustav Knut Wicksell (1851-1926). Schwedischer Ökonom. Theorie der Grenzproduktivität. Der Kapitalzins wird bestimmt durch die Grenzproduktivität des Wartens. Umfangreiche Studien zur Geldtheorie. 

Wiener

Norbert Wiener (1894-1964). Begründer der Kybernetik und des Black-Box-Systems. 

Wieser

Friedrich von Wieser (1851-1926). Österreichischer Ökonom. Vertreter der Grenznutzenschule (Österreichische Schule). Bestimmte den Wert der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital als entgangenen Nutzen. Verstand seine Werttheorie als angewandte Psychologie. 

Xenophon

Xenophon (um 440-355 v. Chr.). Schüler des Sokrates. Überlegungen des Nutzens vom Frieden: der soziale Frieden fördert den wirtschaftlichen Wohlstand. 

Zaharoff

Basileios Zacharias Zaharoff (1849-1936). Grossindustrieller im Rüstungsgeschäft.